Als Stubnitz wird die Waldlandschaft an der Ost-
küste der Halbinsel Jasmund bezeichnet, die
sich von Sassnitz im Süden bis fast an die
Ortschaft Lohme im Norden erstreckt. Im Osten
wird sie durch die Kreideküste und der Ostsee
begrenzt, im Westen verläuft sie entlang der
Ortschaften Buddenhagen, Rusewase, Wüstung
Falkenburg, Poissow, Jägerhof, Nipmerow und
Ranzow. Sie ist vollständig Bestandteil des im
Jahr 1990 gegründeten 3003 ha großen
Nationalpark Jasmund. An ihr schließen sich drei
Waldgebiete an, die zwar eigene Namen
aufweisen aber nahtlos in die Stubnitz
übergehen. Dies sind der Lenzbusch bei
Sassnitz, das Sehlitzer Kratt und das Hohe Holz
(ehemals Bestandteil des Spyckerschen
Geheges).
Die Stubnitz unterlag einer Jahrhunderte
währenden Benutzung durch den Menschen. Als
einzige Holzquelle für die Halbinseln Wittow und
Jasmund wurde sie besonders ab der frühen
Neuzeit durch übermäßige Holzentnahme in
Mitleidenschaft gezogen. Mehrere
Holzordnungen schafften es kaum, die
Mißwirtschaft in der Stubnitz zu bekämpfen. Ab
1858 wurde dann ein geordneter Betriebsplan
mit einer Einteilung in verschiedene
Schutzbezirke eingeführt um ein normales
Altersklassenverhältnis herzustellen. So achtete
man nun verstärkt auf die Naturverjüngung und
schuf durch Buchenballenpflanzungen nach und
nach einen Schutzgürtel gegen die Seewinde.
Alte Buchen direkt an der Steilküste wurden
entfernt, damit das Gewicht der Bäume den
Abbruch nicht beschleunigte. Auch fing man an
in allen Randjagen längs der Ostsee, dem
westlichen Teil des Schlossbergs und dem